Anlegerverhalten und der Kapitalzyklus - Kompetenz oder Biologie
An den Finanzmärkten lässt sich ein Verhalten beobachten, das auf den ersten Blick paradox erscheint: Privatanleger kaufen Aktien, wenn sie teuer sind, also nach einer Gewinnphase. Wenn sie nach einer Verlustphase dann wieder billiger geworden sind, verkaufen sie. „Teuer kaufen, billig verkaufen“ scheint wenig logisch. Aber es ist absolut plausibel, wenn man die menschliche Natur kennt. Alle Spezies sind genetisch so programmiert, dass sie ein Belohnungssystem haben. Es soll ihnen beim Überleben und der Arterhaltung helfen. Wir suchen Freude und meiden Schmerz.
Die gleiche Programmierung bestimmt auch unser Verhalten als Anleger. Man investiert zu viel in ertragreiche Titel und zu wenig in weniger ertragreiche. Übertreibungen und Markteinbrüche wechseln sich ab. Das zeigt ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte.
Professionelle Investoren sind nicht unbedingt intelligenter oder haben bessere Hilfsmittel. Ihre Stärken sind Ausbildung und Disziplin. Das haben sie vier Milliarden Jahren Evolution entgegenzusetzen.
Jeroen Wolters, Regional Consultant bei MFS Investment Management zeigt Ihnen, warum ein Portfolio aus Qualitätsunternehmen mit einem langfristigen Geschäftsmodell, nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen und attraktiven Bewertungen erfolgreich durch herausfordernde Zeiten navigieren kann. Ein langer Anlagehorizont und der Fokus auf Verlustbegrenzung sind dabei essenziell.